Andreas Günther und Christoph Wolke als Prädikanten beauftragt

Nachricht 27. Mai 2026

Verstärkung für die Region - Glücksfall für unsere Kirche

Andreas Günther aus Osnabrück  (Christuskirche Hasbergen) und Christoph Wolke aus Bramsche ( St. Johannis) haben mit einem Kolloquium Ende April bei Regionalbischof Friedrich Selter ihre Ausbildung zum Prädikanten abgeschlossen. Damit haben sie die Befähigung, eigenverantwortlich Gottesdienste zu feiern, Predigten zu halten und das Abendmahl zu leiten. Die Ausbildung umfasst zwölf Wochenendmodule und endet mit der Beauftragung als Prädikant oder Prädikantin durch den Regionalbischof. In einem Gottesdienst in ihrer Gemeinde führt der jeweilige Superintendent die Prädikanten ein. Ihr Einsatzgebiet reicht über die eigene Gemeinde hinaus in den gesamten Kirchenkreis. Im Sprengel Osnabrück sind rund 65 Prädikantinnen und Prädikanten im Einsatz. „Sie sind ein Glücksfall für unsere Kirche“, so sieht es Regionalbischof Friedrich Selter. „Sie bringen mit ihrem unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Hintergrund Farben in die Verkündigung, die auf gute Weise die Predigten der beruflichen Theologen ergänzen.“

Was ist die Motivation für diese Ausbildung? 
Für Andreas Günther und Christoph Wolke ist die Ausbildung zum Prädikanten eine konsequente Weiterführung ihres ehrenamtlichen Dienstes in der Verkündigung. Ihre Motivation ist eng mit ihrem persönlichem Glauben, Lebenserfahrung und dem Wunsch verbunden, Kirche aktiv mitzugestalten.
Andreas Günther aus der Christusgemeinde Hasbergen beschreibt den Weg als folgerichtigen Schritt nach seiner Lektorenausbildung. Dabei war für ihn besonders die Begleitung durch das Pastorenehepaar Schwegmann-Beisel wertvoll: „Beide waren für mich in diesem Moment echte Menschenfischer.“ Motiviert hat ihn vor allem die Überzeugung, „dass das Evangelium für mich nichts Vergangenes ist, sondern bis heute Menschen erreicht und bewegt.“ Kirche habe Zukunft, „wenn sie im Leben der Menschen stattfindet, im Hier und Jetzt verständlich spricht und auch ehrlich auf eigene Fehler und Versäumnisse zu schaut“. Zuversicht gibt Andreas Günther sein Konfirmationsspruch: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“( 2. Tim. 1,7 ). Er merke jetzt erst, wie sehr er sich in diesem Vers wiederfinde, obwohl er schon in meiner Konfirmandenzeit ausgesucht wurde. „Für mich steckt darin viel von dem, was wir heute brauchen: trotz aller Schwierigkeiten den klaren Blick zu behalten. 

Es gibt viele Mitstreiter

Christoph Wolke wollte sein Ehrenamt als Lektor sinnvoll weiterentwickeln. „Kurz bevor ich in Rente gegangen bin, habe ich überlegt, wie ich dann meine Zeit verbringen möchte und ich wollte dabei auch etwas für den Kopf zu tun“. Ehrenamtliches Engagement in Kirche über Kindergottesdienst und Kirchenvorstand war ihm „schon immer wichtig“. Er habe darüber die Erfahrung gemacht, dass es viele Mitstreiter im Glauben und in der Arbeit in der Kirche gebe. „Das halte ich in der heutigen Zeit für sehr wichtig und das gibt mir Hoffnung.“ Psalm 105,1 begleitet ihn: „Danken, anrufen und verkünden“ – das passe für ihn gut zusammen. Christoph Wolke wird als Prädikant in verschiedenen Gemeinden im Kirchenkreis Bramsche predigen und er freut sich darauf. 

(Text/Bilder: Brigitte Neuhaus, Öffentlichkeitsarbeit)