Verstärkung für die Region - Glücksfall für unsere Kirche
Andreas Günther aus Osnabrück (Christuskirche Hasbergen) und Christoph Wolke aus Bramsche ( St. Johannis) haben mit einem Kolloquium Ende April bei Regionalbischof Friedrich Selter ihre Ausbildung zum Prädikanten abgeschlossen. Damit haben sie die Befähigung, eigenverantwortlich Gottesdienste zu feiern, Predigten zu halten und das Abendmahl zu leiten. Die Ausbildung umfasst zwölf Wochenendmodule und endet mit der Beauftragung als Prädikant oder Prädikantin durch den Regionalbischof. In einem Gottesdienst in ihrer Gemeinde führt der jeweilige Superintendent die Prädikanten ein. Ihr Einsatzgebiet reicht über die eigene Gemeinde hinaus in den gesamten Kirchenkreis. Im Sprengel Osnabrück sind rund 65 Prädikantinnen und Prädikanten im Einsatz. „Sie sind ein Glücksfall für unsere Kirche“, so sieht es Regionalbischof Friedrich Selter. „Sie bringen mit ihrem unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Hintergrund Farben in die Verkündigung, die auf gute Weise die Predigten der beruflichen Theologen ergänzen.“
Was ist die Motivation für diese Ausbildung?
Für Andreas Günther und Christoph Wolke ist die Ausbildung zum Prädikanten eine konsequente Weiterführung ihres ehrenamtlichen Dienstes in der Verkündigung. Ihre Motivation ist eng mit ihrem persönlichem Glauben, Lebenserfahrung und dem Wunsch verbunden, Kirche aktiv mitzugestalten.
Andreas Günther aus der Christusgemeinde Hasbergen beschreibt den Weg als folgerichtigen Schritt nach seiner Lektorenausbildung. Dabei war für ihn besonders die Begleitung durch das Pastorenehepaar Schwegmann-Beisel wertvoll: „Beide waren für mich in diesem Moment echte Menschenfischer.“ Motiviert hat ihn vor allem die Überzeugung, „dass das Evangelium für mich nichts Vergangenes ist, sondern bis heute Menschen erreicht und bewegt.“ Kirche habe Zukunft, „wenn sie im Leben der Menschen stattfindet, im Hier und Jetzt verständlich spricht und auch ehrlich auf eigene Fehler und Versäumnisse zu schaut“. Zuversicht gibt Andreas Günther sein Konfirmationsspruch: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“( 2. Tim. 1,7 ). Er merke jetzt erst, wie sehr er sich in diesem Vers wiederfinde, obwohl er schon in meiner Konfirmandenzeit ausgesucht wurde. „Für mich steckt darin viel von dem, was wir heute brauchen: trotz aller Schwierigkeiten den klaren Blick zu behalten.