Ökumenischer Neujahrsgottesdienst zur Jahreslosung
Bischof Dominicus Meier OSB hielt in diesem Jahr die Predigt im Ökumenischen Neujahrsgottesdienst in St. Marien. Er predigte über die Jahreslosung 2026 „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“
Dieser Bibelvers reiche hinein in eine Gegenwart, die oft als gehetzt, unübersichtlich und überfordernd wahrgenommen werde, sagte Bischof Dominicus Meier zu Beginn seiner Predigt. Der Wunsch nach Reformen, um die derzeitigen gesellschaftlichen Probleme zu guten Lösungen zu führen, sei in der Bevölkerung groß. Zugleich sollten, um die Dinge zum Besseren zu wenden, die Menschen auch bei sich selbst anfangen: „Unser manchmal so verkorkstes und unvollständiges Leben, unsere gepflegten Angewohnheiten und Eitelkeiten – sie müssen neu werden!“ so der Bischof. Dabei helfe ihm der Glaube an Jesus Christus. „Wenn wir heute seine Haltungen aus den Seligpreisungen zu orientierenden Haltungen unseres Lebens werden lassen, beginnt hier und jetzt das Neue durch ihn und mit uns.“
Als sichtbares Zeichen der bestehenden Einheit bekannte die Festgemeinde ihren Glauben mit dem Nicänischen Bekenntnis. Für die Ökumene bildet es den gemeinsamen Kern des christlichen Glaubens. Das Glaubensbekenntnis wurde als sog. Nicänum vor 1700 Jahren, im Jahr 325 n.Chr. auf dem Konzil von Nicäa verabschiedet. Die Kirchen erinnerten in Veranstaltungen und Predigtreihen 2025 an dieses Dokument, das als Maßstab für Einheit im Glauben trotz unterschiedlicher Traditionen gilt.