Bischöfe gestalten ökumenisches Friedensgebet zum Jahrestag des Grundgesetzes
Regionalbischof Friedrich Selter und Bischof Dominicus Meier OSB gestalteten am heutigen Samstag (23. Mai) in der Kirche St. Marien in Osnabrück aus Anlass der Verkündung des Grundgesetzes vor 77 Jahren das Friedensgebet der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Osnabrück (ACKOS). Die Leiter des Sprengels Osnabrück und des Bistums Osnabrück betonten darin ihren Einsatz für Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt.
Regionalbischof Friedrich Selter warb in dem Zusammenhang für die Kampagne „Für Alle – Menschenwürde – Nächstenliebe – Zusammenhalt“ der evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland. „Nächstenliebe als Grundhaltung ist mir besonders wichtig: Anderen Menschen grundsätzlich mit Respekt, Offenheit und Mitgefühl begegnen. Seitdem diese Werte von wachsenden Bevölkerungsgruppen infrage gestellt werden, ist das für mich auch ein politisches Statement. ‚Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt‘ – diese Begriffe stehen für Überzeugungen, die biblisch begründet sind und zugleich die Basis unseres Grundgesetzes bilden. Als Kirchen stehen wir für diese Werte.“
Bischof Dominicus sagte: „Das Zentrum unseres Grundgesetzes ist die Menschenwürde, die für jeden Menschen gilt. Das war lange selbstverständlich, aber mittlerweile gibt es Stimmen, die dies in Frage stellen. Als Kirche machen wir unseren Standpunkt klar und deutlich: Die Menschenwürde ist unantastbar und gilt für jeden, egal, woher er kommt, woran er glaubt, welche politische Ansicht er vertritt, ob er gesund oder krank ist. Wir treten jedem entgegen, der dies in Frage stellt.“